Das Networking-Zeitalter
Seit einigen Jahren entwickelt sich in der Mediennutzung der Trend weg vom Fernsehen und immer mehr hin zum Internet. Das Internet macht inzwischen gut 20 % der medialen Nutzung aus, Tendenz steigend. Schon in 10 Jahren soll das Fernsehen vom Internet abgelöst werden.
Mit der verstärkten Nutzung dieses Mediums sowohl im privaten als auch im professionellen Bereich, hat sich die interaktive Web 2.0 Technologie in den Vordergrund gedrängt. Netzwerke wie Facebook, MySpace und Xing verbinden online Identitäten weltweit und ermöglichen einen raschen und vielschichtigen Kommunikationsaustausch über mulitifunktionale Anbindung.
User stellen Bilder und Neuigkeiten in ihrem Profil bereit, um ihre Kontakte an Veränderungen, sowohl privaten als auch beruflichen, teilhaben zu lassen. Private Messages (gleich dem Emailsystem) und Chats ermöglichen den stetigen Kommunikationsfluss. Einige Netzwerke bieten Diskussionsgruppen zu bestimmten Themen an, andere ermöglichen über Verteiler Mails Nachrichten an alle Kontakte zu versenden.
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Userraten steigen von Tag zu Tag. Kaum einer will nicht teilhaben an der großen Welt des Social Media Webs. Wenig bewusst ist den meisten allerdings die Kehrseite der ständigen Präsenz.
Das schnelllebige Internet speist stetig neue Daten ein. Menschen kommentieren Menschen, empfehlen Menschen und verbreiten ebenso Negativmeldungen über Menschen. Deswegen ist eine ständige Beobachtung der Lage wichtig. Jeder sollte sein eigenes online issue monitoring betreiben um in Krisensituationen sofort und ziel gerecht agieren zu können.
Wer seine Identität in einem so weitreichenden Medium unüberlegt vermarketet, muss über kurz oder lang mit positiven wie auch negativen Folgen rechnen. Sieht doch plötzlich der potenzielle Geschäftspartner die Urlaubsfotos auf der Partymeile von Ibiza. Im Internet lässt sich privates nur schwer von professionellem trennen. Überall lauern Stalker, die sich mit falschen Profilen anmelden, um sich eine Freundschaft zu erschleichen. Im Gegensatz zur Realität gibt es kaum Möglichkeiten seine Freunde gemäss Senecas Ratschlag zuerst zu prüfen um ihnen dann zu vertrauen.
Die Undurchsichtigkeit im Netz hat Vorteile, wenn es darum geht Neues unverbindlich auszutesten, jedoch liegen die Nachteile ebenso auf der Hand. Es gilt alles genaustens zu durchdenken und zu hinterfragen. Schwarze Schafe gibt es überall, auch in den großen beliebten Netzwerken.
Fazit: Wer die Augen wachsam offen hält, kann die Vielzahl an Netzwerken sehr positiv für sein Selbstmarketing nutzen.
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Foto: © Stephanie Hofschlaeger/ Pixelio
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